FluglinienStart - Fluglinien

Mit der Eroberung der Lüfte durch Flugmaschinen aller Art am Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs das Interesse der Öffentlichkeit, diese innovativen Fortbewegungsmittel in Augenschein zu nehmen.

Was lag näher, als eine Luftfahrtmesse zu organisieren. Im Sommer 1909 wurde die Stadt Frankfurt zum ersten Ausrichter einer Internationalen Luftfahrt-Ausstellung (ILA). Erstmalig wurde einer faszinierten Bevölkerung und Fachwelt von Juli bis Oktober ein umfassender Überblick über den damaligen Stand des Luftschiffbaus und der Flugtechnik in Deutschland präsentiert. Gezeigt wurden Luftschiffe der Konstrukteure Zeppelin, Parseval, Cluth und Ruthenberg sowie Ballone, Luftfahrtgeräte und mehrere Flugzeuge in der Sektion "Flugapparate und deren Modelle". Star der Ausstellung war ein Flugzeug der Gebrüder Wright, das von Schauflügen in Berlin für eine Woche nach Frankfurt geholt wurde. Ein später berühmt gewordener Besucher der Internationalen Luftfahrtausstellung war der damals elfjährige Willy Messerschmitt. Bilanz der ersten ILA: 500 Aussteller sowie eineinhalb Millionen Besucher.

Gründung des Verbandes der deutschen Flugindustriellen. Im Anschluß an die erste ILA schlossen sich im April 1910 zahlreiche Flugvereine zum deutschen Flieger-Bund zusammen. Kurz darauf wurde in Frankfurt der Verband der deutschen Flugzeugindustriellen gegründet. Damit war auch die direkte Verbindung zwischen der ILA und dem späteren Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hergestellt, die bis heute Bestand hat. Drei Jahre später fand in Berlin die Allgemeine Luftfahrtausstellung statt, eine beeindruckende Leistungsschau der deutschen Flugtechnik. Alle bekannten Flugzeugwerke der damaligen Zeit waren dabei vertreten.

ILA 1928. Knapp zwanzig Jahre nach der ersten ILA gab es in Deutschland erneut eine Internationale Luftfahrtausstellung, die im Oktober 1928 auf dem Messegelände am Kaiserdamm in Berlin stattfand. Unter dem zwei Jahre zuvor errichteten Berliner Funkturm präsentierte sich in drei Ausstellungshallen die Luftfahrtindustrie aus 19 Ländern. Rund 150 Flugzeuge, viele Triebwerke und nahezu alles, was mit der Fliegerei zusammenhing, konnte vom 7. bis 28. Oktober 1928 von Publikum und Fachwelt bestaunt werden. Alle deutschen Flugzeughersteller von Rang und Namen zeigten ihre neuesten Entwicklungen, vom leichten Sport- und Schulflugzeug BFW M 21 bis zum viermotorigen Dornier Superwal.

Eine besondere Attraktion der ILA 1928 war ein Sternflug von 40 Flugzeugen mit dem Ziel Berlin-Tempelhof, auf dem damals 21 der gestarteten Maschinen landeten. Mehr als dreißigjährige ILA-Tradition in Hannover. Mit der Wiedererlangung der Lufthoheit im Jahre 1955 konnte der Grundstein für eine "Internationale Reiseflugzeugschau" gelegt werden, die zwei Jahre später im Rahmen der Industriemesse auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen stattfand und rund zwei Dutzend Flugzeuge zeigte. Die Reiseflugzeugschau wurde damit zum Vorläufer einer mehr als dreißigjährigen ILA-Tradition in Hannover. 1958 organisierte der BDLI die erste Deutsche Luftfahrtschau als "Sonderschau Luftfahrtgerät, Luftfahrtausrüstung und -zubehör deutscher Herstellung". 54 Firmen der Luftfahrtindustrie stellten in einer Halle und auf dem Freigelände ihre Erzeugnisse aus. Der deutsche Flugzeugbau zeigte erste deutsche Nachkriegskonstruktionen an Sport- und Reisflugzeugen, zwei Segelflugzeuge sowie den ersten aus deutscher Lizenzfertigung kommenden Düsentrainer vom Typ Fouga Magister für die Luftwaffe.

"Deutsche Luftfahrtschau" - internationale Fachveranstaltung von Bedeutung. Ein Jahr später fand die "deutsche Luftfahrtschau" statt, die gemeinsam vom BDLI und der Deutschen Messe AG durchgeführt wurde und ein weit über die Erwartungen hinausgehendes Echo fand. An der zweiten Deutschen Luftfahrtschau im Jahre 1960 nahmen schon 170 Firmen aus acht Ländern teil. Über 100.000 Besucher kamen auf das Ausstellungsgelände auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen.

Zwei Jahre später stellten schon 232 Firmen aus neun Ländern ihre Produkte aus. Das Besucheraufkommen wuchs auf über 175.000 Menschen an. Die alle zwei Jahre durchgeführte Deutsche Luftfahrtschau etablierte sich als eine internationale Fachveranstaltung von Bedeutung, die mit dem Ausbau des Flughafens zunahm. Anläßlich des Jubiläums "50 Jahre ILA" erhielt die Deutsche Luftfahrtschau ihren ursprünglichen Namen "Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung" (ILA) zurück. Mit der neuen Namensnennung knüpfte der BDLI an die Tradition seines Rechtsvorgängers, des Reichsverbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie an, der vor 50 Jahren in Berlin die ILA '28 veranstaltet hatte. Nach dem Mauerfall und der Grenzöffnung wurde die ILA im Jahr 1990 zum letzten Mal in Hannover durchgeführt.

Umzug der ILA an ihren historischen Standort. Durch die politischen und wirtschaftspolitischen Veränderungen in Europa seit dem Fall der Mauer wurde der Umzug der ILA an ihren historischen Standort möglich. Die ILA '92 stellte auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld ihren Anspruch als eine der weltweit wichtigsten Luft- und Raumfahrtausstellungen unter Beweis. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Attraktivität durch den alten und neuen Standort im Herzen eines immer enger zusammenrückenden Europas. Die ILA erhielt als östlichste Luft- und Raumfahrtmesse im Westen und westlichste Messe im Osten eine besondere Drehscheibenfunktion für die Ost/West-Kontakte im Aerospacebereich. Das "ILA means business"-Konzept. Die geschäfts- und marktorientierte Ausrichtung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung führte bei der ILA '94 zur Entwicklung des "ILA means business"-Konzepts. Dies beinhaltete neben der eigentlichen Fachausstellung der nationalen und internationalen Industrie ein umfangreiches Konferenzprogramm ebenso wie das weltweit einzigartige East/West Aerospace Center. Diese Konzeption zeigte auf der ILA '96 durchschlagenden Erfolg. Mit der Rekordbeteiligung von 578 Ausstellern aus 30 Ländern zeigte die ILA '96 die gesamte Palette von Produkten und Dienstleistungen aus der Luft- und Raumfahrttechnologie.

Das breitgefächerte Konferenzprogramm bestand aus 59 Kongressen nationaler und internationaler Veranstalter. Das East/West Aerospace Center bewährte sich erneut als Katalysator für das Ost/West-Geschäft. Mit 266 Fluggeräten am Boden und in der Luft präsentierte die ILA das auf vergleichbaren Messen größte Angebot. 216.500 Besucher, darunter 75.000 Fachbesucher, strömten 1996 zum Ausstellungsgelände auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. ILA '98. Die ILA '98, die letzte im zwanzigsten Jahrhundert, war die bis dahin größte Messe in ihrer 89jährigen Geschichte. Mit über 226.000 Besuchern, einem Anwachsen des Fachbesucheraufkommens um 10 Prozent auf 82.000 und einem Anstieg bei den ausstellenden Luft- und Raumfahrtunternehmen von mehr als 40 Prozent auf 825 Aussteller aus 32 Länder hat sich die ILA im verschärften Wettbewerb unter den europäischen Luft- und Raumfahrtausstellungen eine solide Ausgangsbasis geschaffen. Eine Sonderausstellung "50 Jahre Berliner Luftbrücke" würdigte die Versorgung der eingeschlossenen Berliner Bevölkerung aus der Luft Ende der vierziger Jahre. Mit der ILA2000, der ersten Luft- und Raumfahrtmesse im neuen Jahrtausend, konnte an die herausragenden Ergebnisse der vorangegangenen Luft- und Raumfahrtausstellungen angeknüpft werden. 941 Aussteller aus 38 Ländern boten dem internationalen Fachpublikum ein nie zuvor dagewesenes Spektrum von neuesten Entwicklungen der Luft- und Raumfahrtbranche.

Showcase Aerospace. Die Themen der ILA.

Air Transport. Die ILA ist die Plattform für Produkte und Dienstleistungen aus allen Bereichen des Luftverkehrs, vom Regional-Airliner zum Mega-Jumbo, für Triebwerke, Cockpit- und Kabinen-Systeme, Logistik, Technical Service und Maintenance, Luftschiffe, Airport- und ATC-Technologie sowie Umweltschutz.

Militärluftfahrt & Wehrtechnik.

Die Militärluftfahrt zählt zu den Kernbereichen der ILA. Das Ausstellungsspektrum der ILA2002 umfasst militärisches Fluggerät aller Art, insbesondere Kampfflugzeuge, Transporter, Trainer, Hubschrauber, UAV, UACV sowie Waffensysteme, Ausrüstung, Triebwerke, elektronische Systeme, Flugkörper, Simulatoren sowie Ausbildungs- und Trainings- Systeme. Mit allein 45 Kampfflugzeugen bot die ILA2000 einen einzigartigen Überblick über militärische Hochleistungsflugzeuge aus Ost und West.

Raumfahrt & Space Business.

Die ILA präsentiert das gesamte Spektrum der Raumfahrt. Trägerraketen, Satelliten, Sonden und bemannte Raumfahrt. Von der Ariane 5 zur internationalen Raumstation. Space Technology aus Ost und West. Nutzanwendungen aller Art, Forschung, Telekommunikation und Erderkundung.

Triebwerke, Ausrüstung, Avionik, Werkstoffe.

Die ILA zählt zu den führenden Messen für Ausrüster und Zulieferer.

Dies gilt insbesondere für die Airbus-Produktfamilie einschließlich A380 und A400M, für Eurofighter, Tiger und NH90 und fü die europäische Raumfahrt.

Maintenance.

Die ILA2002 bildet die ideale Plattform für das Marketing technischer Dienstleistungen für den kommerziellen Luftverkehr, für Militärluftfahrt und die gesamte General Aviation.

Business & Corporate Aviation

Europa bietet weltweit den zweitgrößten Markt für Geschäftsreiseflugzeuge. Seit nahezu 40 Jahren ist die ILA etablierter Marktplatz für die Business & Corporate Aviation. In Europa ist Deutschland der kaufkraftstärkste Markt. Mit einer gezielten Ansprache der Nutzer von Geschäftreiseflugzeugen sowie Konferenzen und Workshops (z.B. Fractional Ownership, Maintenance) bietet die ILA beste Marktchancen.

Hubschrauber

Mit mehr als 50 Hubschraubern im Static und Flight Display ist die ILA seit Jahren die größte Leistungsschau für Hubschrauber aller Art in Europa. Schwerpunkte sind Hubschrauber, für VIP-Dienste, Reise- und Luftarbeit, Polizei- und Rettungsdienste (SAR, EMS) sowie für militärische Verwendungen.